Wir gründen eine Genossenschaft - Wer macht mit?

Aktuelle Informationen:

Mittlerweile gibt es über 80 Bürger aus Aschaffenburg und Umgebung die Interesse an der Mitgliedschaft in einer Genossenschaft hätten und ein Team von 15 Gründern die momentan die Eckpunkte der Genossenschaft ausarbeiten.

Das Gründungsteam:
  1. arbeitet an den nötigen Unterlagen für den genossenschaftlichen Prüfverband.
  2. hat mittlerweile folgende Dokumente eingereicht:
    1. Darstellung unseres Vorhabens
    2. Entwurf der Satzung
    3. Entwurf der Geschäftsordnung
    4. Entwurf des Finanzplans
  3. arbeitet ab Ende März mit der Technischen Hochschule Aschaffenburg zusammen, die uns bei unserem Vorhaben unterstützen möchte.
  4. sucht nach einem geeigneten Ladengeschäft in Aschaffenburg.
  5. sucht nach Lieferanten, Landwirten, Obst- und Gemüsebauern aus der Region.
  6. wirbt für die Idee:
    1. über Freunde und Bekannte
    2. bei den Kunden im Laden
    3. sobald das Coronavirus vorüber ist, wieder bei Veranstaltungen in Aschaffenburg und den umliegenden Gemeinden. Falls Sie auch eine Gruppe, Gemeinde, einen Verein ... kennen, die Interesse an unserer Idee haben könnten, so geben Sie uns bitte Bescheid. Wir kommen gerne vorbei um unsere Idee vorzustellen.
Interessantes aus Würzburg:

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Unsere Motivation:

„Wie soll ich alleine etwas verändern?“, fragt sich die halbe Menschheit.

Daher lasst uns eine Genossenschaft gründen, die im Kleinen etwas zum Besseren verändert! Die Genossenschaft bezieht für ihre Mitglieder Lebensmittel und andere Artikel (z.B. Drogerieprodukte) des täglichen Bedarfs, immer fair, wenn möglich aus der Region, möglichst ohne Plastik und die Lebensmittel möglichst biologisch angebaut. Diese werden in einem kleinen Ladengeschäft den Mitgliedern der Genossenschaft und den Bürgern von Aschaffenburg zum Kauf angeboten.

Warum sollten wir das tun? Weil wir die Probleme der Welt nur lokal lösen können.

Beispiel 1:

Pazifik: Müllstrudel ist mehr als viermal so groß wie Deutschland*) SPIEGEL ONLINE und in Asien liegt deutscher Müll in den Flüssen und am Rande der Urwälder da unser nationales Recycling-System nicht funktioniert. *) ZDF

Was kann die Genossenschaft tun?

Die Genossenschaft kann Lieferanten auswählen, die versuchen, Plastikverpackungen zu vermeiden. Oft kann durch die Wahl von lokalen Lieferanten ein Pfandsystem für Verpackungen vereinbart werden, wodurch gar kein Einwegplastik mehr anfällt.

Beispiel 2:

Die Ställe für Kühe, Schweine, Puten … in der Landwirtschaft werden immer größer, da die Bauern auch für den Weltmarkt produzieren sollen und der konventionelle Bauer nur durch Masse überleben kann.

Was kann die Genossenschaft tun?

Je nach Mitgliederzahl können wir einen oder auch mehrere Bauern unterstützen, indem wir einen fairen Preis für die landwirtschaftlichen Produkte bezahlen.

Beispiel 3:

Allein in der Bundesrepublik Deutschland werden jedes Jahr rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet. *) lt. Welthungerhilfe

Was kann die Genossenschaft tun?

In dem von der Genossenschaft betriebenen Laden kann leicht verderbliche Ware wie Obst und Gemüse nach Vorbestellung eingekauft werden, damit möglichst wenig Ware im Laden verdirbt. Ware, bei der das MHD bald erreicht ist, wird dann auch sicher bevorzugt von den nachhaltig lebenden Mitgliedern der Genossenschaft gekauft.

Beispiel 4:

Mikroplastik ist in vielen Kosmetika, Shampoos und Duschgels enthalten. Es gibt Länder in Europa, in denen Mikroplastik in Kosmetika verboten ist, Deutschland gehört nicht dazu.

Was kann die Genossenschaft tun?

In unserem Laden bieten wir mit Haarseife oder festem Shampoo Alternativen und das auch noch ohne Plastikverpackung.

Desweiteren kann der Laden auch ein Treffpunkt werden, an dem sich die Mitglieder über nachhaltige, ressourcenschonende Lebensweisen austauschen und so voneinander lernen können.

„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.“ Nur in einer Genossenschaft sind wir nicht alleine, sondern zusammen auf den richtigen Weg in eine gerechtere Zukunft.

Genossenschaften:

1. In Deutschland sind 20 Mio. Menschen Mitglieder in einer Genossenschaft.
2. Genossenschaften sind für alle ein Gewinn,
3. da eine Genossenschaft nur ihren Mitgliedern verpflichtet ist.
4. Die Mitglieder bestimmen die Richtung der Genossenschaft, ganz demokratisch jeder mit einer Stimme auf der Genossenschaftsversammlung.
5. Die Genossenschaft ist hierbei die einzige Rechtsform, die zweckgebunden wirtschaftet.
6. Durch Kompromissbereitschaft und Engagement wird ein gemeinsames Ziel realisiert.
7. Es geht in erster Linie um die Bedürfnisse der Mitglieder und nicht um die Vermehrung des Kapitals.
8. Wirtschaftlich darf sie aber trotzdem sein.
9. Leistungsabnehmer sind in erster Linie die Mitglieder.
10. Auch Lieferanten von (Bio-)Lebensmitteln können Mitglieder in der Genossenschaft sein.
11. Jeder kennt den Slogan „Geiz ist g...“. Besser für unsere Welt ist jedoch: „Fair ist gut für alle“.
12. 1/3 der Genossenschaften in Deutschland sind in den letzten 15 Jahren gegründet worden.
13. Darum suchen wir Menschen, die mit uns in einer faire Einkaufsgenossenschaft etwas verändern wollen.

Die vorläufigen Eckpunkte:

1. Einmaliges zeichnen von einem Anteil pro Familienzusammenschluß ca. 150 Euro.
2. Es wird ein kleines Ladengeschäft geben, hier kann die Ware eingekauft werden.
3. Sortiment eines kleinen Supermarktes also auch Milchprodukte, Obst, Gemüse, Drogerieprodukte und Ware eines unverpackt-Ladens, .... ABER nicht alles muss unverpackt sein z.B.: Mehl
→ Die Ware sollte immer fair möglichst regional, bio und ohne Kunststoffverpackung sein.
4. Evtl. wird auch mehrmals im Jahr regionales Bio-Fleisch aus artgerechter Tierhaltung angeboten.
5. Die Verwendung des Gewinns wird in der Satzung festgelegt, z.B. könnten Zinsen auf die Einlage ausgezahlt werden. Der maximal Verlust ist auf die Einlage beschränkt.
6. Mitglieder zahlen eine Gebühr pro Monat, die Ware ist für Mitglieder günstiger.
7. Beispiel.: Genossenschaftlicher Laden in Freiburg

Vorteile:

1. Wir setzten uns aktiv damit auseinander, wie unsere Lebensmittel produziert werden.
2. Weniger Lebensmittelverschwendung, da jedes Mitglied auch mal etwas einkauft, was bald abläuft.
3. Fair gegenüber den Menschen, die unsere täglichen Lebensmittel herstellen.
4. Verantwortungsvolles und ressourcenschonendes Wirtschaften.
5. Wir schaffen eine Gemeinschaft, die ausgehend von der Basis etwas verändert.
6. Wir zeigen was uns wichtig ist und regen dadurch auch Andere an, über ihre Einkaufsgewohnheiten nachzudenken.